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Ausblick Erasmus+

Erasmus+
Erasmus+

Erasmus+ ist das neue Förderprogramm für Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Am 26. Juni 2013 wurde noch unter der irische Präsidentschaft der Europäischen Union (EU) eine Einigung darüber erzielt.

Das Programm soll bei der Umsetzung der Strategie Europa 2020 helfen. Es baut auf den strategischen Rahmen ET 2020, der nachhaltigen Entwicklung des Hochschulwesens in Drittländern, auf den strategischen Rahmen für jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa sowie zur Entwicklung einer europäischen Dimension im Sport auf. Die Vorläuferprogramme von Erasmus+ sind im Bereich der Bildung das Programm für „Lebenslanges Lernen“ (LLP) und die „EU-Drittstaatenprogramme“ und im Bereich Jugend das Programm „Jugend in Aktion“. Neu hinzugekommen ist der Bereich des Sports.

Die LLP-Bezeichnung Comenius, Leonardo da Vinci, Erasmus und Grundtvig werden weiter geführt, die Strukturen unterliegen aber den drei Aktionstypen des Programmes.

Der Name Erasmus+ selbst, lässt sich vom erfolgreichen Vorgänger Programm „Lebenslanges Lernen“ ableiten. Erasmus ist noch immer die bekannteste und populärste Aktion dieses Bildungsprogramms. Der Transfer der Bezeichnung „Erasmus“ von LLP zum neuen Namen Erasmus+ des neuen Bildungsprogramms der EU zeigt eindeutig, wo der Schwerpunkt des neuen Programms liegt, nämlich auf der Mobilität für Lernzwecke. Auch an der voraussichtlichen Verteilung der Mittel zeigt sich der Fokus. 63 Prozent des Gesamtbudgets entfallen dabei auf die Aktionslinien Lernmobilität von Einzelpersonen (Austrian Agency for International Cooperation in Education and Research (OeAD-GmbH), 2013). Der Fokus bei der Mobilität liegt bei den beiden Personengruppen Hochschulstudierende und Auszubildende. Neben der Aktionslinie „Lernmobilität von Einzelpersonen“ beinhaltet Erasmus+ auch noch die Aktionslinie „Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und bewährten Verfahren“ und die Aktionslinie „Unterstützung politischer Reformen“. In Summe stehen dem Programm mindestens 13,01 Mrd. Euro (Nationalagentur Lebenslanges Lernen, 2013) zur Verfügung.

Die Aktionslinie „Lernmobilität von Einzelpersonen“ soll das Lernen im Ausland allen Personen aus den Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung ermöglichen. So können Studierende, Lehrende und administratives Personal aus dem Hochschulbereich weltweit an Hochschulen studieren oder lehren. Die Aktionslinie ermöglicht auch die Personalmobilität in Form von Lehraufenthalten oder Aktivitäten zur beruflichen (Weiter)entwicklung. Weiteres wird die Mobilität von Studierenden, Personen in der beruflichen Ausbildung sowie von Lehrlingen für Studien- oder Schulungsaufenthalte oder eines Praktikums unterstützt.

Die Aktionslinie „Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und bewährten Verfahren“ unterstützt strategische Partnerschaften von Organisationen und Einrichtungen. Diese Partenschaften sollen gemeinsame Initiativen durchführen, den Erfahrungsaustausch ermöglichen und/oder Peer Learning ermöglichen. Hervorgehoben wird der Bereich der Wissensallianzen zwischen Hochschuleinrichtungen und Unternehmen. Diese sollen neue Lernangebote schaffen sowie branchenspezifische Fertigkeiten, Qualifikationen, Kreativität, Innovation und Unternehmergeist fördern. Im Hochschulbereich werden auch regionale Zusammenarbeit, internationale Partnerschaften von gemeinsamen Bildungsprojekten sowie Peer-Learning Projekte gefördert.

„Unterstützung politischer Reformen“ ist die Bezeichnung der dritten Aktionslinie von Erasmus+. Damit soll die Umsetzungen der politischen Agenda der EU im Bereich der Bildung gefördert werden, wie zum Beispiel die Tranparenz- und Anerkennungselemente der EU: Europass, Europäischer Qualifikationsrahmen und ECTS. Zusätzlich werden nationale Informationszentren (NARIC, Eurydice, Euroguidance, eTwinning) und der politische Dialog innerhalb sowie außerhalb der EU unterstützt.

Teilnehmen an Erasmus+ können alle EU-Mitgliedstaaten, die EFTA/EWR Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, die beitretenden Länder, die Kandidatenländer sowie potenzielle Kandidatenländern und Länder der europäischen Nachbarschaftspolitik im Rahmen von entsprechenden Abkommen teilnehmen. Erasmus+ unterstützt auch die Zusammenarbeit mit sogenannten Drittländern.

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