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Erfahrungsbericht – Auslandssemester „Örebro Universitet“ in Schweden

Gruppenfoto in Schweden (Foto von Christina Blumauer)
Gruppenfoto in Schweden (Foto von Christina Blumauer)

Da ich nach meiner Schulzeit bereits ein Auslandsjahr in Form eines AuPair-Aufenthaltes gemacht habe, stand schon zu Beginn meines Studiums fest, dass ich auch während meines Studiums ein Auslandssemester machen möchte. Aufgrund des hohen Englischstandards in Schweden und meinem Interesse für die skandinavischen Länder bewarb ich mich an der Partneruniversität in Örebro. Örebro ist die sechstgrößte Stadt in Schweden und hat knapp 130.000 Einwohner. Sie liegt im Herzen Schwedens, von der aus einige größere Städte (Stockholm, Göteborg und Oslo) billig mit dem Zug zu erreichen sind.Das Bewerbungsverfahren an der Pädagogischen Hochschule Steiermark , als auch an der Universität in Örebro ist unkompliziert gestaltet. Da man sich mit seiner Bewerbung in Örebro auch für die ERASMUS-Förderung bewirbt, wird so gleichzeitig ein Teil der Finanzierung des Auslandssemesters abgedeckt.
Die Anreise mittels Flugzeug mit einer Flugzeit von knapp 2 ½ Stunden nach Stockholm und einer anschließend 2 ½ stündigen Busfahrt erfolgte recht unkompliziert. Die Ankunft in Örebro ist von der Universität sehr gut organisiert. Um den Austauschstudenten/innen den Einstieg in das Auslandssemester zu erleichtern, wird man in„Faddergroups“ eingeteilt. Diese bestehen aus Studenten verschiedensprachiger Nationalitäten und schwedischen Studenten, die als „Fadder“ die Betreuung während der Orientierungsphase übernehmen und einem so die Einführung in das Leben am Campus und in Schweden erleichtern. Die Teilnahme an dem Orientierungsprogramm ist nicht verpflichtend, aber dennoch wärmstens zu empfehlen, da man so gleich von Beginn an Kontakt zu anderen Austauschstudenten hat, wodurch es einem von Anfang an einfach gemacht wird neue Freundschaften zu knüpfen. Die Fadders stehen einem auch nach der Einführungszeit nicht nur als Ansprechpartner sondern auch als Freunde zur Seite.

Schweden ist im Vergleich zu Österreich in Bereichen wie Lebensmittel und Alltagsgegenständen ein bisschen teurer. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld über die Finanzierung des Auslandssemesters Gedanken zu machen. Außerdem braucht man in Schweden kaum Bargeld, da hauptsächlich mit Kreditkarte bezahlt wird. In seiner Freizeit kann man in Schweden sehr gut reisen. Von Seiten der Universität werden einigen Trips, u.a. nach Russland und Lappland angeboten. Sowohl der Lapplandtrip als auch der Russlandtrip sind sehr zu empfehlen. Wir haben zusätzlich noch einige Wochenendtrips nach Göteborg, Kopenhagen, Oslo usw. in Eigenregie geplant. Örebro als Stadt bietet zudem viele Freizeitmöglichkeiten mit seinen Cafés zum Fika machen (schwedisch für Kaffee trinken und Freunde treffen – mein persönliches Lieblingswort), Clubs und Einkaufsmöglichkeiten. Die Stadt ist gut mit dem Bus oder dem Fahrrad erreichbar.

Ein großer Pluspunkt für ein Semester in Örebro ist die Tatsache, dass ein Platz im Studentenwohnheim gestellt wird. Somit erspart man sich die Wohnungssuche von Österreich aus, was die Planung des Auslandssemesters sehr erleichtert. In Örebro gibt es zwei Wohnheime, die in „Tybblegatan“ und „Studentgatan“ liegen. Hier lebt man im sogenannten Corridor-Style. Mit bis zu sieben Mitbewohnern (gemischte WGs mit Schweden und anderen Austauschstudenten) teilt man sich die Küche und Ess,-Wohnbereich. Neben einem möblierten Zimmer hat jeder ein eigenes kleines Bad. Beide Wohnheime liegen nah zur Universität und zu Supermärkten (ca. 5 Minuten Fußweg). Die Miete liegt bei ca. 350 Euro monatlich und ist im Voraus vor Semesterbeginn zu bezahlen. Das Leben am Campus macht das Auslandssemester in Örebro zu einem einmaligen Erlebnis. Am Campus befinden sich diverse Essensmöglichkeiten, Cafés, Shops usw. Das wohl spektakulärste am Campus ist jedoch das Kårhuset (kurz: Kåren), welches tagsüber auf einen Kaffee, ein billiges Mittagsessen oder einen kleinen Snack einlädt und Freitags und Samstags zu einem Club wird. Dadurch (fast) alle Erasmusstudenten in einem der beiden Studentenheime wohnen, ist es auch selbstverständlich, dass man sich mit Freunden in einem der Corridors zum Brunchen oder Kochen trifft.

Ich kann das Auslandssemester in Örebro sehr empfehlen. Es war eines der besten Erlebnisse, die ich je gemacht habe. In der Zeit, die ich in Schweden verbracht habe, habe ich zahlreiche Eindrücke und Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte. Ich würde jederzeit wieder nach Örebro gehen und kann es jedem sehr empfehlen.

Christina Blumauer

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