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ERASMUS 2020/21 – LAS PALMAS

Foto: Leila Legat

Zu Beginn des Semesters war alles etwas chaotisch, denn wir hatten im Vorhinein ein falsches OLA ausgefüllt, welches auf der Gasthochschule nicht akzeptiert wurde. Aus diesem Grund konnten wir deshalb die Uni für die ersten zwei Wochen nicht besuchen.

Auch danach wurde es nicht viel leichter, denn viele Professoren brauchten etwas länger, um mir zu antworten. Ab Ende Oktober wurde es dann jedoch langsam einfacher. Obwohl ich dann Anfang November nochmals aus einem Kurs fiel, da die Professoren draufkamen, dass Erasmusstudenten diesen Kurs nicht besuchen konnten, aber auch diese Hürde konnte überwunden werden. Vor allem in diesen schwierigen Zeiten fand ich es hilfreich, zwei Freundinnen an meiner Seite zu haben, die gerade die gleichen Probleme wie ich hatten. Vor allem deswegen, da die meisten Kurse aufgrund der derzeitigen Situation online waren. Jedoch hatten wir auch einen Kurs, nämlich Sport vor Ort. Dieser Kurs gefiel mir sehr. Wir stellten alle Materialien für den Unterricht selbst her. Wir spielten viele Wurfspiele mit den unterschiedlichsten Materialien z.B. verwendeten wir eine Milchpackung als Schläger. Abgesehen davon lernten wir jonglieren, arbeiteten an unserer Ausdauer und waren sogar Kajak und Stand-Up Buddle fahren.

Das Organisieren des Praktikums war auch anders als erwartet, denn Ende Oktober konnte mir die Universität darüber immer noch keine Auskünfte geben, weshalb ich mir dann mit meinen Kolleginnen selbst eines organisierte. Dies funktionierte sehr gut. Es war das längste Praktikum, welches ich bis jetzt absolviert hatte, jedoch war es ganz anders als in Österreich. Wir planten hier keine eigenen Stunden und hielten auch nur selten selbst den Unterricht, trotzdem konnte ich mir viele Ideen mitnehmen, da die Lehrpersonen sehr kreativ waren und auch gerne ihre Ideen teilten. Was außerdem ganz anders war, dass uns die anderen Lehrpersonen als Kolleginnen und nicht nur als Praktikantinnen sahen, was ein schönes Gefühl war.

Abgesehen von den Schwierigkeiten zu Beginn, fand ich es einfach wunderbar hier. Ich lernte viele neue Leute kennen und hatte den Strand direkt vor meiner Haustür, denn ich wohnte in einer großartigen WG mit drei anderen Personen. Die Wohnung war nur fünf Minuten vom Surfstrand zu Fuß entfernt. Zwar war sie weit weg vom Altstadtteil der Stadt, dies war jedoch keine Priorität für mich, da dieser Teil der Stadt zwar auf jeden Fall einen Besuch wert ist, jedoch nicht ganz meine Welt ist, da dieser vor allem gut ist, wenn man gerne Shoppen geht oder um am Abend auszugehen, was derzeit nur begrenzt möglich ist.

Bevor ich jedoch in dieser Wohnung wohnte, war ich zwei Wochen in einem Hostel, da meine erste Wohnung leider ein Flop war. Diese erste Wohnung war nämlich voller Schimmel und Kakerlaken. Im Nachhinein kann ich sagen, dass dies eines der besten Dinge war, das mir hier passiert ist, denn dadurch lernte ich im Hostel neue Freunde kennen und fand schlussendlich eine tolle Wohnung. Auch dies war eine lustige Geschichte, denn Kati, Theresa und ich wollten zusammen zu dritt wohnen und fanden auch eine Wohnung, welche drei Zimmer zu Verfügung hatte. Leider war unser Spanisch zu Beginn des Semesters noch nicht so gut und das Englisch unseres Vermieters nicht so gut, weshalb wir dann ziemlich überrascht waren, als der Vermieter eine Wand einzog und noch ein Zimmer schaffte und selbst dort einzog. Dies stellte sich jedoch als sehr positiv heraus, da wir sehr viel Glück mit unserem Vermieter hatten und einen tollen Freund in ihm fanden.  Auch hatte ich auch trotz Uni genug Zeit die Insel sowie andere Inseln zu erkunden. Außerdem hatte ich durch den Spanischkurs und durch das Kennenlernen spanischsprechender Leute die Möglichkeit, mein Spanisch zu verbessern. Zwar ist es immer noch nicht perfekt, jedoch habe ich weiter vor an meinem Spanisch zu arbeiten.

Alles in allem kann ich es sehr empfehlen hier Erasmus zu machen und würde diese Zeit nie missen wollen. Ich kann jedem versprechen, dass er oder sie eine großartige Zeit haben wird. Was ich dieser Person jedoch mitgeben möchte und was ich hier lernte, war, dass man in der Lage sein muss, spontan seine Pläne ändern zu können, alles locker zu nehmen und selbst Verantwortung zu übernehmen. Aber keine Sorge, dies lernt man hier auf jeden Fall. Das Motto hier lautet nämlich: Tranquila, mi niña!

Autorin: Leila Legat.

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