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Erasmus-Bericht aus Hradec Kralove (Tschechien)

Gruppenfoto (Foto von Christian Ebenschweiger)
Gruppenfoto (Foto von Christian Ebenschweiger)

Was kann man über das Erasmus-Leben in Hradec Kralove sagen? Wie kann man diese Erfahrungen in Worte fassen? Hier die ungeschönte Wahrheit:

Unterkunft: Angekommen in Palachova steht jeder Neuankömmling vor der gewöhnungsbedürftigen Tatsache: „Ich lebe mit sechs Leuten in einer WG, jeweils 3 in einem Zimmer?“ But that`s Erasmus-Life. Man wächst zusammen, lernt über andere Kulturen, probiert viel anderes Essen und Freundschaften bilden sich in diesem stereotypischen kommunistischen Wohnblock in dem geschätzte 300 Erasmus-Studenten von überall aus der Welt und tschechische Studenten miteinander leben. Achja, und die meisten Rezeptionisten können kein Englisch, so get a buddy. Das macht so einiges soooo viel einfacher.

Freizeitaktivitäten: Die ESN-Buddies dort sind wirklich engagiert. Jede Woche gibt es durchschnittlich 4 Events, die von Party`s, Language Evenings, International Dinner, Travelling alles beinhalten können.

Universität: Da ich nicht nur der einzige Österreicher dort war, sondern auch der einzige, der alle seine Kurse in seiner eigenen Sprache hatte, wurde ich als Native Speaker schon fast als etwas besonderes aufgenommen. Aus dem Grund habe ich auch auf der Uni im kleinen Rahmen Studenten unterrichtet und je nach Absprache Professoren unterstützt.

Praktikum: Ich hatte mein Praktikum an einem Gymansium, in dem das Leistungslevel hoch genug war, das man auch wirklich was mit den Schülerinnen und Schülern machen kann. Aber nicht zu viel erwarten und geduldig sein! Man verlernt mit der Zeit übrigens selber seine eigene Sprache.

Infrastruktur: Man lebt im Palachova Dormitory etwas außerhalb. Busse gehen alle 10-15 min. Supermarkt (Albert, Billa), Bar mit Billard, Fitnesscenter sind gleich neben an. In der Unterkunft selber gibt es ein Klavier mit einem sehr passionierten, den ganzen Tag musizierenden Spieler und Waschmaschinen. Ein größeres Einkaufszentrum mit Kino ist 15 Minuten entfernt.

Resümee:
Ich persönlich bin in den Genuss gekommen, ein halbes Jahr großteils mit Spaniern und Südamerikanern abzuhängen. Unbeschreibliche Freundschaften mit vielen lustigen, aber auch traurigen Erlebnissen haben sich gebildet die überall in der Welt verstreut sind. Für mich war das der Anstoss, dieses Jahr nicht nur noch ein Erasmus-Aufenthalt zu machen sondern viele meiner Freunde in der Welt zu besuchen. (Taiwan und Peru sind für dieses Jahr schon gebucht.) Denn eines sollte dir bzw. wird dir während deines Aufenthalts bewusst: Einmal Erasmus. Immer Erasmus.

Christian Ebenschweiger

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