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Erasmus – Örebro Universitet, Wintersemester 2019/20

Örebro (Foto: Martha Schober)

Vorbereitung

Für mich war schon immer klar, dass ich einmal länger als zwei Wochen in Schweden verbringen werde. Durch Erasmus+ und meine Universität wurde mir das auch auf wunderbare Art und Weise ermöglicht.

Sowohl von meiner Heimatuniversiät, als auch die Örebro Universitet haben mich hier voll und ganz unterstützt. Das Bewerben an der schwedischen Uni ist klar, übersichtlich und einfach zu meistern. Alles ist selbsterklärend und man merkt, dass diese schon oft mit Erasmus-StudentInnen zusammengearbeitet haben. Das International Offic­e kennt sich blendend aus und steht jederzeit für Fragen zur Verfügung. Das gibt einem selbst schon mal ein gutes Gefühl für den Anfang.

Anreise und Ankunft

Ich habe den Flixbus von Graz zum Flughafen Wien genommen und bin von dort aus zum Skavsta Flughafen in der Nähe von Stockholm geflogen. Von dort gibt es Züge und Busse, die dich direkt nach Örebro bringen. An sich ist es eine längere Reise, aber sie ist reibungslos verlaufen, was ich immer als sehr angenehm empfinde. Generell kann man sich auf das schwedische öffentliche Verkehrssystem so gut wie immer verlassen.

Bei der Universität angekommen, merkt man wiedereinmal wie geübt die Uni mit Erasmus-StudentInnen ist. Hat man das Orientierungsprogramm dazu gebucht (was ich sehr stark empfehlen kann), gibt es zwei „Arrival Days“. Alle Erasmus-StudentInnen werden in Gruppen mit jeweils einem bzw. einer Group-LeaderIn und sogenannten „Fadders“ zugewiesen.Diese sind die ganze Erasmuszeit über für dich da. Auch heißen sie dich am Arrival Day willkommen: es gibt Pizza, man lernt die ersten Leute kennen und sie zeigen dir dein Zimmer.

Unterkunft

Ich war in einem Wohnheim in der „Studentgatan“ untergebracht. Ein Zimmer wird allen AustauschstudentInnen zugesichert und kostet ca. 360€ im Monat. Ich hatte ein eigenes Zimmer mit einem eigenen Bad und der Wohnbereich mit einer Art Wohnzimmer inklusive Esstisch und die Küche wurden sich geteilt. Jeder Korridor ist von der Personenanzahl etwas anders, da es drauf ankommt, wie viele Zimmer gerade belegt sind. Wir waren zu siebt und ich hatte ein riesen Glück mit meinen MitbewohnerInnen. Alle waren sehr lieb, wir haben immer miteinander getratscht und mit einer Spanierin habe ich mich sogar sehr gut angefreundet. Unser Korridor war gemischt, also lebten sowohl schwedische als auch ErasmusstudentInnen hier.

Die Studentgatan ist direkt neben dem Campus. Zu den Vorlesungen braucht man nicht länger als 3-10 Minuten zu Fuß und in die andere Richtung gibt es ein großes Naturreservat. Hier kann man herrlich spazieren gehen, grillen und einfach die Natur genießen.

Leben und Freizeit in Örebro

Anfangs bietet das Orientierungsprogramm eine gute Starthilfe. Für ein Monat kann man fast täglich an den verschiedensten Aktivitäten teilnehmen. Sportliche Ereignisse, Ausflüge, Spieleabende, gemeinsam Essen und natürlich: Fortgehen – das kommt hier auf keinen Fall zu kurz. Die Aktivitäten finden meist mit allen anderen zusammen statt, teilweise aber auch nur in der eigenen Fadder-Group oder mit zwei-drei anderen Gruppen zusammen. Keinen Anschluss zu finden ist somit unmöglich, Heimweh wird erfolgreich unterbunden und man sammelt bereits jetzt viele Erfahrungen.

Nach dem Orientierungsprogramm muss erst wieder einmal gelernt werden seinen Alltag selbst zu planen. Aber auch dann geht es munter weiter. In der Stadt kann man Kaffees erkunden, durch Einkaufsstraßen bummeln, Sehenswürdigkeiten bestaunen und Pubs oder Clubs besuchen. Ins Zentrum an sich geht man allerdings nicht allzu oft, da es alles am Campus selbst gibt. Das Leben spielt sich hier ab. Überall trifft man Freunde, man kann lecker Essen gehen, es gibt ein Fitnessstudio, reichlich Sportangebote und natürlich das Kåren. Das Kåren wird von den StudentInnen geleitet und ist tagsüber ein Café mit günstigem aber sehr gutem Essen, Kaffee und Kuchen. Donnerstags wird es zum Timebeer, eine Art Pub mit Musikquiz und jede Freitagnacht verwandelt es sich in einen Club. Hier trifft man viele schwedische StudentInnen an und natürlich auch die ErasmusstudentInnen dürfen nicht fehlen.

Mein Highlight in Schweden bleibt aber die Natur. Es gibt in rund um Örebro unzählige Naturreservats, die sowohl im Sommer als auch im Winter wunderschön sind. Auch kann man durch das gut ausgebaute Verkehrssystem sehr leicht in andere Städte fahren. Hier war mein Highlight Göteborg und generell die Westküste an sich.

Fazit

Mein Semester in Örebro war wunderbar! Ich habe mich in meinem Zimmer sehr wohl gefühlt, habe das Campusleben gelebt, tolle Menschen kennengelernt und bin durch Schweden gereist – alle meine Erwartungen haben sich erfüllt.

Autorin: Martha Schober

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