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Mein Auslandssemester – Oslo, Norwegen – 1. August bis 20. Dezember 2019

Foto: Sophie-Marie Weber.

Allgemeines

Im sechsten Semester meines Studiums der Ernährungspädagogik habe ich mich dafür entschieden, im siebten Semester ein Auslandssemester zu machen. Als ich alles mit meiner Studienleitung abgesprochen habe und sie mir bestätigt hatte, dass ich ohne Verlust meiner Studienzeit ein Semester im Ausland absolvieren kann, setzte ich mich mehr mit dem Thema auseinander.

An der pädagogischen Hochschule Steiermark ist Herr Heiko Vogl für die Outgoings während der Studienzeit zuständig. Da ich schon ein Auslandspraktikum im Sommer 2018 absolvierte, wusste ich, dass ich einfach einen Termin bei ihm vereinbaren musste und er mich gerne in Empfang nimmt und mit mir alles bespricht. Herr Vogl teilte mir mit, dass ich die Möglichkeiten habe mein Auslandssemester in Hamburg oder in Oslo zu absolvieren. Da mir die Perfektionierung meines Englisch sehr am Herzen liegt, war es für mich keinen Auslandsaufenthalt an der pädagogischen Hochschule beworben und es auch gleich bestätigt bekommen. Als nächsten Schritt folgte die Bewerbung an der Gasthochschule in Oslo und das Ausfüllen des Learning Agreements. Ich musste nur noch passende Lehrveranstaltungen an der „neuen“ Universität finden und die Studienabteilung in Graz die Lehrveranstaltungen voraus anzuerkennen. So stand meinem Auslandssemester nichts mehr im Wege und der 1. August 2019 rückte immer näher.

Alltag

Mein ganzes Auslandssemester verflog wirklich schneller als es mir im Nachhinein lieb ist. Da ich so viel Besuch von Freunden und Familie hatte, war fast jedes Wochenende etwas los. Wenn ich einmal zufällig keinen Besuch hatte, waren wir irgendwo unterwegs und haben uns neue Orte und Städte angesehen. Prinzipiell verbrachte ich viel Zeit mit Susanna, da wir zusammen das Auslandssemester absolvierten. Da die Studentenorganisation in Oslo wirklich günstig Fitnessstudio-Abos verkauft, machte ich viel Sport. Im Fitnessstudioabonnement waren alle möglichen Kurse inkludiert. Da ich auch schon in Österreich sehr gerne Yoga machte, besuchte ich 3 Mal die Woche einen Yoga Kurs. Ansonsten traf ich mich oft mit anderen Studenten zum Kochen, Spazieren, Kaffee trinken, Quatschen oder einfach um etwas zu unternehmen.

Kosten

Oslo ist die 3. teuerste Stadt in ganz Europa. Bevor ich nach Oslo kam wusste ich darüber Bescheid, doch meine Vorstellung unterschied sich völlig von der Realität. In der untenstehenden Tabelle habe ich versucht einige Sachen aufzulisten. Das einzige was wirklich günstig ist, sind Inlandsflüge (20€ pro Seite) und Kosmetikprodukte. Am Ende des Auslandssemester bin ich wirklich pleite. Monatlich hatte ich 400€ Erasmus + 900€ Taschengeld. Ich habe wirklich nicht unbedingt gespart und mir wirklich vieles gegönnt. Glücklicherweise waren wir nicht so oft fort, darum haben wir hier einiges gespart.

Miete 420€
Öffi Ticket für ein Monat 47€
1l Milch 2€
Toilettenpapier 10 Rollen 10€
Brot 0.5kg 2,50€
Zigaretten 13€
Wein 1 Glas 9€
Kaffee 3,5€
Bier 0,5 9€
Aperol Spritzer 13€
Äpfel 1kg 4€
Nudeln 0,5kg 4€

Reisen

In meinem ganzen Leben durfte ich noch nicht so viel von der Welt sehen wie in diesen 4.5 Monaten. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich während meines Auslandsaufenthaltes so viel wie möglich reisen möchte. Ich bin wirklich froh, dass ich so viel gereist bin obwohl ich jetzt bei meinem Blick auf mein Bankkonto weinen könnte, doch es hat sich auf alle Fälle gelohnt und ich würde es immer wieder gleich machen.

13. – 15. September: BERGEN, NORWEGEN

18. – 20. Oktober: STOCKHOLM, SCHWEDEN

25. – 29. Oktober: KOPENHAGEN, DÄNEMARK

21. – 27. November: YLLÄSS, FINNLAND

03. – 07. Dezember: LOFOTEN & TROMSO, NORWEGEN

Die Universität

Ich durfte mein Auslandssemester an der OsloMet (Oslo Metropolitan University) absolvieren. Ich besuchte den Kurs „International Public Health“, welche 30 ECTS beinhaltete. Die Universität startete am 12. August mit der sogenannten „Buddyweek“. Diese Woche wird für internationale Studenten veranstaltet, um schnell und leicht in Kontakt mit neuen Leuten zu kommen und schnell Anhang zu finden. In der gesamten Woche wurde man durch Zufallsprinzip in eine „Buddygruppe“ eingeteilt und wurde mit zwei Buddys durch die Stadt geführt und hat verschiedene von der Universität veranstaltete Programme mit seiner Gruppe besucht. Es dauerte vielleicht zwei Tage und man hatte schon seinen kleinen Freundeskreis und tauschte sofort Nummern aus und war bis Ende des Auslandsaufenthaltes in Kontakt. Der gesamte Kurs wurde in 5 verschiedene Teile (Parts) aufgeteilt. Der Part 1 bis Part 3 wurde von internationalen Studenten sowie norwegischen Studenten besucht. Nationale Studenten der OsloMet, welche Studien wie Pädagogik, Physiotherapie, Ergotherapie, Radiologie etc. besuchten, mussten in einem selbst gewählten Semester den Kurs Public Health mit 15 ECTS absolvieren. Die Parts 4 bis 5 besuchten nur mehr die internationalen Studenten. In dem internationalen Kurs schlussendlich insgesamt 15 internationale Studenten und Studentinnen. Susanna und ich aus Graz, ein anderes Mädchen von der KF Kufstein, 1 Studentin aus Hong Kong, 3 Deutsche und 8 niederländische Studenten und Studentinnen. Somit waren wir wie eine kleine Klasse und wir verstanden uns wirklich alle sehr gut. In Norwegen läuft es auf der Uni etwas anders ab wie wir es in Österreich gewohnt sind. Prinzipiell hatte ich viel weniger Wochenstunden und wir hatten im Durschnitt im Part 1 bis 3 dreimal pro Woche für ca. 2 bis 3 Stunden verpflichtend Uni. Das Studium beinhaltete wie in Österreich verpflichtende und nicht verpflichtende Lehrveranstaltungen. Aufgrund dessen, dass wir weniger Uni als gewohnt hatten, besuchte ich wirklich jede Stunde, ausgenommen ich hatte Besuch. Der Großteil des Kurses beinhaltete diverse Gruppenarbeit, sogenannte Assignments. Die Assignments wurden immer in der Gruppe bearbeitet, meistens waren es Aufträge, wo man eine Intervention zu speziellen Themen zu Gesundheitsförderung erstellen musste. Die norwegischen Studenten sind es gewohnt, sehr langsam und ruhig an die Arbeitsaufträge heranzugehen. Ich persönlich war es etwas anders gewohnt, da ich viel lieber zu Hause arbeitete und meine Arbeiten schnell hinter mich gebracht habe. Es war aber eine wirklich schöne Erfahrung zu sehen, wie unterschiedlich das Studentendasein in Norwegen ist und ich habe wirklich gelernt, genügsam und geduldig in einer Gruppe zu arbeiten. Die einzelnen Parts hatten jeweils eine bestimmte Anzahl an ECTS (siehe Anhang 1) und wurden immer nach der Präsentation der jeweiligen Arbeitsaufgabe beurteilt. Um die gesamten 30 ECTS zu erreichen wurden die Assignments im Part 1 bis 4 und eine mündliche Prüfung mit 18 ECTS bewertet. Die restlichen 12 ECTS fanden sich im Part 5 anhand einer Gruppenarbeit, wo wir uns eine Institution in Oslo aussuchen mussten. Unsere Institution hatte den Namen „FRIGO – Friluftssenter Oslo“ und war von der Gemeinde Oslo organsiert. Frigo organsiert gratis Ausflüge für Schulen, wie Ski fahren, wandern, campen, fischen und alles was man sich im Freien vorstellen kann. Sie arbeiten dafür, die Schülerinnen und Schüler vom Volksschulalter bis zum Abschluss mehr für sportliche Aktivitäten im Freien zu begeistern. Frigo verleiht an alle Schülerinnen und Schüler im Ortsteil „Gamle Oslo“ Kleidung und jegliche Ausrüstung für alle möglichen Aktivitäten, damit wirklich jeder und jede an den Aktivitäten teilnehmen kann. Im Part 5 war die Aufgabe eine Forschungsfrage zu erstellen und anhand einer selbst gewählten Forschungsmethode diese zu beantworten. Die Benotung folgte nach einer 30-minütigen Präsentation mit anschließender Frage- und Feedbackrunde. Am 13. Dezember hatten wir unsere Abschlusspräsentation des letzten Teils und wurden mit einem Abschlussessen freundlich und mit etwas Wehmut (auch unsererseits) von unseren Lehrern verabschiedet.

Die Unterkunft

Die Organisation „SiO“, das ist die Studentenorganisation in Oslo, ist für die Unterkunft, Krankenversorgung, Fitnessstudios und viele weiter Dinge was Studenten benötigen zuständig. Die zuständige Dame an der OsloMet wies mich darauf hin, dass man sich auf der Website der SiO für ein oder mehrere Studentenwohnheime bewerben kann. Es wird empfohlen sich für mehrere zu bewerben, da man meistens nicht das bekommt welches man möchte, was bei mir persönlich nicht der Fall war. In Oslo gibt es 20 verschiedene Studentenheime mit unterschiedlichster Lage. Die Heime im Stadtkern sind sehr teuer und die Heime am Standrand sind um einiges günstiger. Da für mich als Österreich die Norwegischen Preise ohnehin schwer erschwinglich sind, entschied ich mich gleich das günstigste am Stadtrand zu nehmen, was wirklich eine ausgezeichnete Entscheidung war. Mein Studentenwohnheim war das Kringsja Studentby ca. 7 km vom Stadtkern von Oslo entfernt. Kringjsa hat eine ausgezeichnete U-Bahn Anbindung, mit welcher man im 15 Minuten Takt direkt in den Stadtkern fahren kann. Die U-Bahnlinie 5 Richtung Sognsvann brachte mich eigentlich direkt vor die Türe meines Heimes. Das Kringjsa Studentby ist das größte Studentenwohnheim in Oslo, mit rund 3500 Studenten. Das ganze Dorf hat 60 Gebäude, neuere und etwas Ältere. Ich wohnte in einem älteren Gebäude und es war wirklich sehr gemütlich. Die Wohnung konnte ich zum Glück mit meiner Studienkollegin Susanna teilen. So hatte jeder ein ca. 5qm2 großes Zimmer, eine gemeinsame Wohnküche und ein gemeinsames Badezimmer mit WC und Dusche. Die Miete kostete uns monatlich 420€ inklusive Stroms, Wasser und WLAN. Fast alle unsere Freunde wohnten im gleichen Heim, so war es wirklich sehr angenehm und man konnte wirklich immer mit jemanden etwas unternehmen. Auch die Umgebung um das Heim war sehr nett. Nur 5 Gehminuten entfernt liegt der zweitgrößte See in Oslo, der Sognsvann. Im Sommer kann man dort baden und überall grillen und zelten. Er eignet sich auch hervorragend für Spaziergänge oder zum Verweilen mit Freuden oder alleine. Im Campus selbst befindet sich ein Café mit Studentenfreundlichen Preisen (Pizza 10€, Bier 5€, Café 3,50€) und ein Lebensmittelgeschäft (KIWI), welches eines der günstigsten Lebensmittelläden in Norwegen ist.

Die Stadt Oslo

Oslo ist die größte und die Hauptstadt Norwegens. Norwegen hat eine Fläche von 385.000km2 (Österreich 83.000) und ist mit 5 Millionen Einwohnern sehr dünn besiedelt. Der Großteil der Norweger wohnen im Süden des Landes und den größten Ballungsraum bildet natürlich die Hauptstadt. Weitere bekannte Städte in Norwegen sind Bergen, Trondheim oder Stavanger. Oslo selbst hat rund 600.000 Einwohner. Norwegen gehört nicht zur EU und ist ein selbstständiges Königreich unter Leitung des Staatsoberhauptes König Harald V. Die Stadt besteht wie jede größte Metropole aus verschiedenen Stadtteilen: die erwähnenswertesten sind Gamle Oslo, Grönland, Grünerlokka und das Zentrum. Nach 4.5 Monaten kann ich wirklich sagen, dass es sich in Oslo ausgezeichnet leben lässt. Würden die Preise etwas niedriger sein und sich an mein österreichisches Studenteneinkommen anpassen, wäre es bestimmt eine Stadt, in der ich meine Zukunft verbringen möchte. In der Stadt ist immer etwas los. Außerdem hat man unendlich viele Möglichkeiten: Oslo hat ein Meer, Wälder, Berge, Seen und ist eine Großstadt. Im Sommer kann man auf die Berge gehen, im See und Meer schwimmen oder gemütlich einen Kaffee in der Sonne trinken. Die Temperaturen im Sommer waren wie zu Hause, Mitte August hatten wir auch ca. 28 °C. Es war wirklich angenehm, weil man die Tage ausgezeichnet nutzen konnte, da bis ca. 23 Uhr die Sonne scheint. Doch auch im Winter, wo die Tage relativ kurz sind, die Sonne geht um ca. 15 Uhr unter und erst um 9 Uhr vormittags auf, kann man sich ausgezeichnet beschäftigen. Auch der Weihnachtsmarkt ab Mitte November in der Innenstadt ist sehr sehenswert.

Sehenswertes

  • Die Osloer Oper
  • Holmenkollen Skisprungschanze
  • Vigelandspark – Skulpturenpark
  • Rathaus von Oslo
  • Festung Akershus
  • Köngliches Schloss Oslo
  • Salt Sauna
  • Eine Insel mit der Fähre befahren
  • Museen: für mich dürfen das Nobelpreiszentrum und das Zentrum zur Erinnerung des Terroranschlages des 22. Juli 2011 auf keinem Oslo Besuch fehlen.
  • Restaurants/Cafe:
    • Oslo Street Food: verschiedene Gerichte aus aller Welt, gemütliche Atmosphäre, Selbstbedienung, ein Gericht im Durschnitt 15€
    • Monsun Noodle Bar: chinesisch, thailändisches Restaurant, traumhafte Nudel und Reisgerichte, ein Gericht im Durschnitt 18€
    • Koie Ramen Bar: mein absoluter Favorit für Ramen Liebhaber, ca. 17€
    • Mamma Pizza: beste Pizza in Oslo, unbedingt Tisch reservieren, richtig schön und italienisch eingerichtet, eine Pizza kostet ca. 18€
    • Egon Restaurant: norwegische Küche, unbedingt reservieren, Gericht kostet ca. 25€
    • Jamie’s Italian: ein typisches Jamie Oliver Restaurant, aber wirklich sehr gut, Salate, Pizza, Pasta…, durchschnittlich 20€
    • Freddy Fuego: Taco-, Wrap-, Salatbar, ca. 15€
  • Cafe’s:
    • Espresso House: ist eine Kette in Richtung Starbucks, aber wirklich sehr leckere Kaffeevariationen und die leckersten Zimtschnecken
    • Cafe Sør: schickes Tageskaffee und nette Abendbar, unbedingt einen Tee trinken, auch gute Cocktails aber sehr teuer
    • Eigentlich findet man an jeder Ecke sehr nette Cafés, einfach durch die Stadt schlendern und sich durchprobieren!!!

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