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Setúbal. 4 Monate im Ausland

Praia de Albarquel (Photo by Laura Katzier)

Die Findung meines Landes für mein Auslandssemester gestaltete sich langwierig. Dennoch, die Entscheidung für Portugal, Setúbal, war definitiv die Richtige. Neben meiner Leidenschaft für die portugiesische Sprache sind auch die Menschen hier sehr freundlich. Aber dazu später noch etwas mehr.

Die Unterkunft

Um rechtzeitig eine Unterkunft zu finden (das ist so typisch central european!), kontaktierte ich eine ehemalige Outgoing des vorherigen Jahres. Sie gab mir die Kontaktdaten zweier Vermieter, die ich auch sofort anschrieb. Ich entschied mich für eines der Apartments, das mir am meisten zu sagte, und auch, da ich die Rückmeldung von der vorigen Mieterin hatte, dachte ich mir, ist diese Auswahl die richtige Entscheidung.

Das Apartment liegt zentral, in der Nähe der zentralen Busstation und des Stadions – alles ist in ein paar Gehminuten entfernt.

Die Universität

Die Universität bzw. der Campus sind groß und nicht vergleichbar mit der Pädagogischen Hochschule Steiermark. Hier gibt es verschiedene Schulen (Education, Technology, Business etc.) und jeder dieser Zweige besitzt ein eigenes Gebäude. Anfänglich kann es verwirrend sein, aber mit der Zeit findet man auch dort sich einfach zurecht.

Die Kurse, die ich besuche, sind: Sports I (Schwimmen und Basketball), Graphic Design, Music and Drama, Cinema and Television und Portuguese Language and Culture. Meine Auswahl ist unterschiedlich, aber dieses Abwechslungsreiche mag ich sehr. Ich konnte mich in Gegenständen vertiefen, die mich sehr interessieren, und lernte viel Neues dazu.

Im Education Zweig sind alle Kurse auf Portugiesisch, da wir diese gemeinsam mit den Einheimischen besuchen. Nun kann es auch vorkommen, dass gewisse Professoren die Stunde nicht für die Erasmusstudenten übersetzen und dann noch eine oder ein MitstudentIn übersetzen muss. Aber viele der Lehrenden sind auf uns eingegangen und erklärten uns den Inhalt kurz und knapp.  Die Aufgaben zu erledigen ist definitiv möglich und schaffbar!

Die Stadt

Setúbal ist nicht besonders groß. Es ist kleiner als Graz und alles ist zu Fuß erreichbar. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind nicht so gut ausgebaut. Es gibt zwar Busse, aber diese fahren nicht alle 10 Minuten, so wie ich es gewohnt war. Auch der Zug, der zur Universität fährt, fährt nur alle 30 Minuten.

Die Atmosphäre ist klein und lieblich, der Strand nicht allzu weit weg – es gefiel mir auf Anhieb.

Die Stadt liegt nur 45 Minuten mit dem Bus von Lissabon entfernt und ist somit einen Tagesausflug immer wert.

Besonders gut gefiel mir die Nähe zu den Stränden. Es gibt auch Busse, die in den Sommermonaten weitere Strände anfahren und somit hat man eine größere Auswahl zu besuchen.

Die Schulpraxis

Die Schule, an der ich war, hat den Schwerpunkt auf Musik und Kunst gelegt. Um 9 Uhr beginnt die Schule. Der Unterricht, der frontal gehalten wird, wirkt sehr locker und jedes Kind kann etwas beitragen. Gelegentlich verlassen je zwei Kinder den Unterricht, um mit einer Musiklehrerin ihr Instrument zu üben. Violine, Klavier, sogar Schlagzeug wird gespielt! Zu Mittag gibt es eine längere Pause bevor der Unterricht wieder weitergeht.

Die ersten Wochen

Bevor die Universität startete gab es eine Integration week gefüllt mit verschiedensten Aktivitäten. Es gab zwei Besichtigungen von Schlössern, einen Tag am Meer um zu surfen, Stand-up-paddling und Kajak zu probieren sowie ein großes Buffet, wofür jeder ein typisches Gericht von dem jeweiligen Heimatland mitbrachte.

In dieser Woche hatte man die Möglichkeit die anderen Studenten aus Europa und sogar Brasilien kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Die School of Education begann jedoch erst zwei Wochen später, also hatte ich noch ausreichend Zeit Setúbal und die Umgebung mit neu gewonnenen Freunden zu erkunden.

Fazit

Ich würde nicht einen Moment zögern zurückzukehren. Ich war schon vor einigen Jahren in Portugal und dieses Ausslandssemester war für mich nur eine Bestätigung, dass es eines meiner Lieblingsländer ist und bleibt. Die Einheimischen sind sehr nett und hilfsbereit, die Natur einfach nur atemberaubend. Ich konnte mein Portugiesisch ein wenig verbessern und werde definitiv diese Sprache um mich herum vermissen.

Auch ist Portugal sehr unterschiedlich innerhalb des Landes. Im Norden, wo es im Winter Schnee geben kann, im Süden mit der traumhaften Algarve. Für jeden ist etwas dabei.

Jeder, der sich für die Sprache und die Kultur sowie Strände interessiert, wird mit der Wahl Setúbal nichts falsch machen. Ich weiß, dass ich alles richtig gemacht habe.

Autorin: Laura Katzier.

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